Nach Alarm: Keine Spur vom mysteriösen Mann
Nach dem Großeinsatz an der Sägefeldschule in Ulm-Wiblingen wird ermittelt.
Eine Frau will dort heute früh in der Nähe der Schule einen verdächtigen Mann mit einem Gegenstand gesehen haben, möglicherweise einer Waffe. Sofort rückte die Polizei mit vielen Einsatzkräften an und sicherte die Schule. Keinem ist etwas passiert. Von dem mysteriösen Mann fehlt bislang noch jede Spur.
Das berichtet DONAU 3 FM-Polizeireporter Thomas Heckmann:
Mehrere Dutzend Streifenwagen waren am Dienstagvormittag in und um den Ulmer Stadtteil Wiblingen im Einsatz, nachdem eine Frau einen verdächtigen Mann gesehen hatte, der wohl mit einer Waffe hantiert haben soll. Nach knapp drei Stunden konnte die Polizei Entwarnung geben, nachdem auch eine Grund- und Werkrealschule durchsucht wurde.
Kurz nach acht Uhr morgens meldete sich eine Frau über den Notruf, dass sie im Stiefenhoferweg in Alt-Wiblingen einen verdächtigen Mann gesehen hat. Er soll an einem Gegenstand hantiert haben, der einer Waffe ähnlich sah. Da sich dort auch mit der Sägefeldschule eine Schule befindet, hat die Ulmer Polizei sofort einen Großalarm ausgelöst. Eine zweistellige Anzahl an Streifenwagen war alleine in Wiblingen rund um die Schule zu sehen, darunter nicht nur Polizisten aus Ulm, sondern auch von angrenzenden Revieren und auch aus Bayern. Weitere Unterstützung kam unter anderem von Operativen Ergänzungsdienst, einer Art Bereitschaftspolizei aus Neu-Ulm, und auch vom Polizeipräsidium Einsatz aus Göppingen, das ein Spezialeinsatzkommando stellte. Zahlreiche Diensthunde standen für weitere Durchsuchungen bereit. Auch die Zufahrtsstraßen nach Wiblingen wurden von der Polizei überwacht, alleine zwei Streifen beobachteten an der Illerbrücke die Fahrzeuge und Personen, die den Stadtteil verlassen wollten.
In der Schule waren Corona-bedingt nur wenige Schüler und Lehrer, die in ihren Klassenzimmern von schwerbewaffneten Polizisten geschützt wurden. Gerhard Semler, Leiter der Abteilung Bildung und Sport bei der Stadt Ulm sagte dazu: "Die Stadtverwaltung, die Polizei und die Schulen haben die Amoklage in den vergangenen Jahren intensiv geübt. Diese Maßnahmen, wie bei einer Alarmierung vorzugehen ist, haben sich heute bewährt. Ein wichtiger Punkt dabei ist die schulpsychologische Betreuung nach einem solchen Vorfall - Polizisten und Polizistinnen und Schulpersonal haben diese heute unmittelbar geleistet."
Auch in der Umgebung um die Schule, in den Seitenstraßen und auf einem Spielplatz wurde nach einem Mann gesucht, auf den die Beschreibung der Zeugin passt. In der Schule selbst wurden die Beamten auf einen 17-Jährigen aufmerksam, der später von der Zeugin als Täter ausgeschlossen werden konnte. Nachdem die Schule durchsucht war, rückten die meisten Polizisten wieder ab, einige Streifen blieben noch länger vor Ort, um auf aktuelle Ereignisse schnell reagieren zu können.
Rings um die Schule warteten Eltern und auch Schüler, die später Unterricht haben in sicherer Entfernung, sie wurden dabei auch immer wieder von Polizisten informiert und betreut, um aufkommende Sorgen zu zerstreuen.
Die Ulmer Kriminalpolizei ermittelt nun weiter zu den Hintergründen der Beobachtung.
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